Der Dachverband für Soziales & Gesundheit hielt am 25. März seine Vollversammlung ab. Es war die letzte unter dem Vorsitz von Wolfgang Obwexer, der sich nach zwölf Jahren im Vorstand und sechs Jahren als Präsident in den Ruhestand verabschiedete. Roberta Rigamonti wurde zur neuen Präsidentin und Richard Stampfl zum Stellvertreter gewählt.
„Wir sind“, so betonte Wolfgang Obwexer, „als Verband sehr gewachsen. Mit dem KVW, dem Familienverband, der Familienberatung, LaStrada-DerWeg und dem Weißen Kreuz kamen einige der größten sozialen Organisationen Südtirols als Mitglieder dazu. Das freut mich sehr. Damit wird die Vertretungsfunktion des Dachverbands deutlich gestärkt.“ Er begrüßte die Delegierten der 69 Mitgliedsorganisationen sowie Ehrengäste wie Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landesrätin Rosmarie Pamer und Landesrat Hubert Messner.
Rückblick auf sechs Jahre großer Veränderungen: Vizepräsidentin Roberta Rigamonti und die anwesenden Ehrengäste bedankten sich beim scheidenden Präsidenten für seinen erfolgreichen Einsatz für benachteiligte Menschen. Zudem ist es gelungen, langjährige Vorhaben in die Praxis umzusetzen, etwa das Armutsnetzwerk und das Haus für Soziales & Gesundheit.
„Mit dem Bau in der Bozner Schlachthofstraße“, so Wolfgang Obwexer, „wurde im Vorjahr begonnen. Das gemeinsame Haus für Soziales & Gesundheit soll zum lebendigen Ort des Austauschs und der Vernetzung werden, sowohl unter den gemeinnützigen Organisationen wie auch mit der öffentlichen Verwaltung. Zugleich entsteht damit eine zentrale Anlaufstelle für die Bürger/innen und Bürger in sozialen und gesundheitlichen Fragen.“ Als weiteren Meilenstein nannte er die ebenfalls im letzten Jahr erfolgte Gründung des Südtiroler Armutsnetzwerks, das alle wesentlichen Akteure der öffentlichen Hand und des gemeinnützigen Bereichs vereint. Als weiteren wichtigen Teil der Netzwerkarbeit nannte er außerdem die vom Dachverband koordinierte Plattform Südtirol Sozial. Dort bündeln die großen Trägerorganisationen des Landes ihre Kräfte, um zentrale Anliegen, etwa den akuten Personalmangel oder faire Entlohnung im Dritten Sektor, gemeinsam zu vertreten. Gerade die fehlenden Arbeitskräfte sind aktuell ein dringliches Problem. Abschließend ging Wolfgang Obwexer noch auf die Reform des Dritten Sektors ein. Dort gelte es, die bürokratischen Hürden abzufedern, die mit der Einführung des Einheitsregisters RUNTS entstanden sind. Eine Last, die besonders kleine, ehrenamtlich geführte Vereine trifft. Andererseits seien aber auch die Potenziale der Reform endlich auszuschöpfen, insbesondere bei der Ko-Programmierung & Ko-Projektierung. „Organisationen des Dritten Sektors“, so sagte er, „sind keine bloßen Erfüllungsgehilfen der öffentlichen Hand. Sie sind Ausdruck gelebten bürgerschaftlichen Engagements, das einen Dialog auf Augenhöhe einfordert.“
Zum Abschluss erfolgte die Wahl der Vereinsgremien. Zur Präsidentin gewählt wurde Roberta Rigamonti, ihr Stellvertreter ist Richard Stampfl. Weitere Ausschussmitglieder sind Stefan Hofer (Sportgruppe für Körperbehinderte), Luigi Loddi (Ariadne), Ida Lanbacher (Plattform für Alleinerziehende), Magdalena Hofer (Blinden- und Sehbehindertenverband), Paolo Marcato (LaStrada-DerWeg), Veronika Pfeifer (Lebenshilfe) und Manuel Pallua (Italienisches Rotes Kreuz). Das Kontrollorgan besteht aus Hansjörg Elsler, Ferdinand Rainer und Arnold Zani, das Schiedsgericht aus Markus Kompatscher, Francesco Salerno und Angelika Stampfl.
Quelle: Dachverband für Soziales & Gesundheit