188 Menschen mit Behinderung wurde gezielt Arbeitsstelle vermittelt

So. 11.01.2026

Die Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt ist eine zentrale Aufgabe der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Südtirol. Dies unterstreichen die neuesten, von der Arbeitsmarktbeobachtung des Landes Südtirol veröffentlichten, Zahlen: Im Jahr 2024 haben 188 Personen durch gezielte Vermittlungsmaßnahmen eine Anstellung gefunden. Besonders hervorzuheben sei die Nachhaltigkeit dieser Vermittlungen: „76% der vermittelten Personen“, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Arbeitsmarkt-News, „sind auch ein Jahr nach Beginn ihrer Beschäftigung noch beim selben Arbeitgeber tätig.“
Für Landesrätin Magdalena Amhof bestätigen diese Zahlen den eingeschlagenen Weg. „Ziel der gezielten Arbeitsvermittlung“, so sagt sie, „ist die Vermittlung in stabile Arbeitsverhältnisse. Dazu bedienen wir uns verschiedener Instrumente, und es bedarf oft einer guten Vorbereitung und einer sorgfältigen Auswahl des Betriebs und des Arbeitsumfelds. Dabei steht die Person mit ihren Fähigkeiten und Interessen im Vordergrund. Auch deshalb wurden die gewährten Fördermittel von 2,2 auf 3 Mio. € pro Jahr erhöht.“
Ein Schlüsselinstrument für diese Stabilität sei die individuelle Vereinbarung zur Arbeitseingliederung. Von den 188 vermittelten Personen seien 59 (31%) durch solche praktikumsähnlichen Projekte gezielt auf die Anstellung vorbereitet worden. 70% dieser Personen seien nach zehn Jahren noch beim selben Arbeitgeber beschäftigt.
Amtsdirektorin Magdalena Oberrauch betont die Wichtigkeit maßgeschneiderter Lösungen: „Jede Vermittlung in einen Betrieb“, so sagt sie, „ist individuell. Das erkennt man auch daran, dass die Vermittlungen quer durch alle Branchen und Tätigkeitsfelder stattfinden. Letztendlich geht es darum, die richtige Stelle für die richtige Person zu finden und zu gestalten.“
Ende August 2025 seien beim Amt für Arbeitsmarktintegration 478 Menschen mit Behinderungen für die gezielte Vermittlung registriert gewesen. Dabei zeige sich ein Trend zur Alterung der Zielgruppe. Viele Betroffene seien während ihres Berufslebens erkrankt und könnten ihren ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben.
„Die größte Herausforderung“, so Magdalena Oberrauch weiter, „auch für die Zukunft, ist das steigende Alter unserer Eingeschriebenen. Hier gilt es, die Betriebe dafür zu sensibilisieren, dass Arbeits- und Lebenserfahrung einen Mehrwert bieten können.“ Um Unternehmen zusätzlich zu motivieren, sei das Prämiensystem „ProAbility“ finanziell aufgestockt worden.

Quelle: Autonome Provinz Bozen – Presseamt

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Person bei der Arbeit